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Borkenkäferbekämpfung im Winterhalbjahr / Hinweis an alle Waldbesitzer

Durch die Stürme im vergangenen Frühjahr fanden die Borkenkäfer genug Sturmholz, das ihnen als ideale Brutstätte diente.
Bei dem überdurchschnittlich heißen Sommer 2018 mit sehr wenig Niederschlag konnten sich die Käfer optimal entwickeln und vermehren. Der Buchdrucker als wichtigster Borkenkäfer an der Fichte bildete zum Teil drei Generationen und zusätzliche Geschwisterbruten aus.
Noch spät im Jahr befallene Bäume, hauptsächlich am Rand von Befallsherden, dienen als „Überwinterungsbäume“. Um die Käferpopulation im Frühjahr zu reduzieren und die Gefahr für die Fichtenbestände eindämmen zu können, müssen diese Bäume entfernt werden.
Folgende Vorgehensweise wird empfohlen:


- Bäume mit bereits abgefallener Rinde und dürrer Krone können später aufgearbeitet werden, hier ist der Käfer bereits ausgeflogen
- Bäume mit dürrer Krone ABER noch anhaftender Rinde sind zu entfernen
- Überwinterungsbäume sind zu entfernen


Sie erkennt man an:

o Weitgehend anhaftender Rinde
o Grüner oder schütterer Krone, oft grüner Nadelteppich am Boden
o Vom Specht geöffnete Brutbilder im Kronenbereich
- Weiterhin sind die Waldbestände regelmäßig im Abstand von 14 Tagen auf Neubefall zu kontrollieren

Alle beschädigten Bäume sind aufzuarbeiten. Daraufhin ist das Holz aus dem Wald zu entfernen. Ist das nicht zeitnah vor dem ersten Käferflug im April möglich, ist es zu entrinden oder mit einer Schutzspritzung zu behandeln
Können Waldbesitzer die erforderlichen Maßnahmen nicht selbst durchführen, können Sie die Beratung des örtlich zuständigen Revierleiters in Anspruch nehmen.


Rottweil, den 18.02.2019


gez. Utzler
Forstdirektor

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